Ondřej Adámek spricht eine musikalische Sprache, die sich die musikalischen Elemente entfernter Kulturen einverleibt, und lässt daraus ungewöhnliche musikalische Erzählungen entstehen. Die direkte Energie und die fein ausgeformten musikalische Ausdrucksmomente korrelieren dabei mit der kunstvollen Komposition von Klangfarben. . Geboren 1979 in Prag, studierte Komposition an der Musikakademie in Prag und am Konservatorium in Paris. Er komponiert Orchester-, Kammer-, Vokal- und elektroakustische Musik und arbeitet mit Choreografen des zeitgenössischen Tanzes zusammen. Im April 2002 wurde ihm ein UNESCO-Stipendium zugesprochen für die Zusammenarbeit mit der Tanzkompanie Gaara in Nairobi. (Produktion „Abila“). 2004 Zusammenarbeit mit dem Nouvel Ensemble Moderne in Montréal im Rahmen des Forums. Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge von wichtigen Festivals wie Wittener Tage für neue Kammermusik, Agora Festival (IRCAM, Paris), Les Musique (GMEM, Marseille), Warschauer Herbst sowie von Ensembles wie dem Klangforum Wien, Orchestre National d’Île de France, Les Percussions de Strasbourg, den Brandenburger Sinfonikern und dem Lucerne Festival Academy Orchestra (Uraufführung unter der Leitung von Pierre Boulez). Kameny für 24 Stimme und 16 Instrumente wurde im Januar 2013 vom SWR Vokalensemble und Ensemble Intercontemporain unter der Leitung von George Benjamin in Paris uraufgeführt und Polednice für Chor und Orchester wurde im September 2013 vom Radio Chor Krakow und Radio Orchester Katowice unter der Leitung von Alexander Liebreich uraufgeführt. Derzeit komponiert Adámek für SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und Vokalensemble Stuttgart für Donaueschinger Musiktage (UA 2014). Adámek entwickelt dafür sein eigenes originales Musikinstrument „Luftspielwerk“. Seine Werke wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet, z.B. dem „Prix de Bourges (IMEB, 2003), dem Prix Métamorphoses (Belgien 2002, 2004), dem Preis des Ungarischen Radios (2004). 2006 gewann er den Komponistenpreis der Brandenburger Biennale, 2009 den Prix Hervé-Dugardin (SACEM, Paris) und 2010 Grand Prix Tansman (Lodz), 2011 den Prix George Enesco (SACEM, Paris). 2010 ist Adámek als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD nach Berlin gekommen, seitdem lebt er in Berlin. Seit 2013 ist Adámek auch als Dirigent tätig. In 2014-2015, Adámek ist Resident in Villa Medici in Rome.

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